Die Spezialität Salzburger Mozartkugel – Hommage an Genie und Handwerkskunst

 

Willkommen im Haus der Salzburger Mozartkugel – einer der berühmtesten Pralinen Österreichs. 

Wohl als Hommage an das Musikgenie Wolfgang Amadeus Mozart bewarb der Salzburger Konditor Rudolf Baumann seine erlesenen Schokolade-Bonbons erstmals unter dem Namen „Salzburger Mozartkugeln“ – handwerklich gefertigt und sorgfältig in das charakteristische Silberstanniol gewickelt. Als Namensgeber der süßen Salzburger Spezialität nannte Rudolf Baumann seine Kreation schlicht „Mozartkugel“. Seit dem frühen 20. Jahrhundert ist die Salzburger Mozartkugel bei uns erhältlich: in der traditionsreichen Confiserie von Josef Holzermayr am Alten Markt 7 – inmitten der Salzburger Altstadt. Die „Echte Salzburger Mozartkugel“ ist heute eine feine Komposition aus Pistazien-Mandelmarzipan, mit einem Kern aus Haselnuss-Nougat, umhüllt von dunkler Kuvertüre. Mit großer Sorgfalt und ausgewählten Zutaten gefertigt, ist die süße Spezialität  ein begehrtes Präsent – geschätzt von Genießerinnen und Genießern rund um den Globus.


Chronik & Geschichte der Confiserie Josef Holzermayr

Die Confiserie Josef Holzermayr – ein Familienunternehmen in sechster Generation. Die Wurzeln der heute international bekannten Confiserie Josef Holzermayr reichen bis ins Jahr 1865 zurück. Damals begann in der kleinen Ortschaft Werfen die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, das über Generationen hinweg höchste Handwerkskunst bewahrt hat.

Der älteste Sohn der Familie, Josef Holzermayr sen., war zu dieser Zeit als Wachszieher–Lebzelter und Konditor tätig . Mit großem handwerklichem Geschick übernahm er wenig später das traditionsreiche Lebzelterhaus in Werfen, wo er erstmals seine von Hand gefertigten süßen Spezialitäten erzeugte und vertrieb. Sein Fleiß und seine Leidenschaft für das Handwerk machten Josef Holzermayr sen. bald über die Region hinaus bekannt: Mit seinen Confiserie-Köstlichkeiten war er auf Kirchweihfesten und Bauernmärkten im ganzen Land vertreten.


Ein bedeutender Meilenstein folgte.

Josef Holzermayr sen. wurde zum k.u.k. Hoflieferanten ernannt und war fortan auserwählt, Erzherzog Franz Ferdinand, Erzherzog Eugen sowie deren hochrangige Gäste aus aller Welt mit seinen süßen Spezialitäten zu beliefern. Mit nichts weiter als einem pferdebespannten Planenwagen, doch erfüllt von Ehrgeiz und handwerklicher Hingabe, machte sich der engagierte Zuckerbäcker regelmäßig auf den Weg zur Festung Hohenwerfen – ein frühes Zeugnis des Ansehens, das seine Erzeugnisse bereits damals genossen.


Die Confiserie in der Salzburger Altstadt.

Im Einklang mit der Firmenphilosophie „Schokolade zum Genießen“ gründeten Rudolf Holzermayr und sein Bruder Josef Holzermayr jun., Konditor von Beruf, am Mozartplatz 2-3 in der Salzburger Altstadt die Confiserie Holzermayr. Die Familie setzte sich zum Ziel, ihre handwerklich hergestellten Spezialitäten einem breiten Publikum nahezubringen. Die bei Touristen beliebte Salzburger Mozartkugel entwickelte sich am berühmten Mozartplatz, unmittelbar neben dem ehrwürdigen Denkmal des weltberühmten Komponisten, zu einem Verkaufsschlager. Die Café-Konditorei Holzermayr in Werfen bildete die handwerkliche Grundlage für die süßen Kreationen des Hauses. Nach dem Ableben von Josef Holzermayr sen. im Jahr 1912, trat dessen Sohn Josef Holzermayr jun. in seine Fußstapfen und übernahm als Konditor die Weiterführung des Betriebs. Josef Holzermayr jun. erlernte sein Konditor Handwerk bei seinem Vater. Rudolf Holzermayr, der ältere der beiden Brüder, förderte durch Investitionen den Ausbau des Kaffeehauses und der Backstube. Zugleich betrieb er einen Im- und Export von Überseehonig. Besondere Beliebtheit erfreuten sich Lebkuchen, Schokoladen, kandierte Früchte, feinstes Konfekt,  Bonbons, Marmeladen, Dessertgebäck sowie die Salzburger Mozartkugel.

Mit viel Fleiß führten seine Ehefrau Lisa Holzermayr und seine Schwester Maria Holzermayr die Geschäfte. Der traditionsreiche Süßwaren-Großhandel stellte ein weiteres wichtiges Standbein des Unternehmens dar. Von Salzburg aus versorgte man Konditoreien, Zuckerbäcker, Lebzelter und Confiserie-Fachgeschäfte mit erlesenen Spezialitäten. Im Mittelpunkt standen dabei hochwertige Schokolade für die handwerkliche Weiterverarbeitung und die Salzburger Mozartkugel. Rudolf Holzermayr war zu jener Zeit ebenfalls Importeur der berühmten Schweizer Schokolade von Lindt & Sprüngli für Österreich.

Die echte Salzburger Mozartkugel – Rudolf Baumann – Louise Karuth & Co – Josef Holzermayr in betrieblicher Nachfolge am Alten Markt 7 in der Salzburger Altstadt.

Im Jahr 1919 übersiedelte Rudolf Holzermayr mit seinem Gewerbe von der Getreidegasse und dem Mozartplatz an den heutigen Standort, Alter Markt 7, damals noch Ludwig Viktorplatz genannt – direkt gegenüber dem traditionsreichen Café Tomaselli. Dort übernahm er die Konditorei der in den Ruhestand getretenen Louise Karuth, einschließlich der Spezialität „Salzburger Mozartkugel“, deren Ursprung auf den BetriebRudolf Baumann zurückgeht, der sein Gewerbe bereits 1888 an seine langjährigen und erprobten Mitarbeiter übergeben hatte. Der Zuckerwaren Großhandel von Rudolf Holzermayr war über viele Jahre der Hauptlieferant von Rohstoffen für die Weiterverarbeitung u.a. auch für die Konditorei Karuth & Co. 

Der Konditor Rudolf Baumann gilt als der früheste urkundlich belegte Hersteller und Vermarkter der Salzburger Mozartkugel als hochfeine Schokoladen-Bonbons. Der historische Kontext lässt erkennen: Die Praline war vermutlich eine Hommage an die Familie Mozart, die regelmäßig das Café Tomaselli besuchte – jenes Café, mit dem Baumann familiär verbunden war. Heute präsentiert sich die Salzburger Mozartkugel als feine Komposition aus Pistazien-Marzipan, Nougat und Schokolade, traditionell in silber-blaues Stanniol gehüllt mit dem Abbild Mozarts. In der Confiserie Josef Holzermayr wird diese Tradition der Salzburger Mozartkugel bis heute gepflegt. Unter der Leitung von Rudolf Holzermayr mit seinem Bruder dem Konditor Josef Holzermayr jun., Ehefrau Lisa und  Maria Holzermayr,  wurde die Salzburger Mozartkugel dauerhaft ins Sortiment aufgenommen und bis heute am selben Standort vertrieben. 


Ein Klassiker mit Haltung.

Die echte Salzburger Mozartkugel ist bekannt für ein ausgewogenes, klassisches Geschmackserlebnis auf höchstem Niveau der Confiseriekunst – und hebt sich dadurch deutlich von vergleichbaren Produkten ab. In der Herstellung wird heute bewusst auf den Einsatz von Palmöl verzichtet – aus Überzeugung und mit dem Anspruch, ausschließlich beste Zutaten zu verwenden. Auch Alkohol findet in der Rezeptur keine Verwendung, um einen interkulturellen und generationenübergreifenden Genuss zu ermöglichen.

Starke Frauen in schwierigen Zeiten.

Besonders in Erinnerung bleibt Maria Holzermayr, die Schwester des Besitzers, die in den schwierigen Jahren des Ersten Weltkriegs sowie in den Krisenjahren von 1927 bis 1933 den Betrieb engagiert und aufopfernd führte. Über mehr als 60 Jahre hinweg widmete sie sich dem Fortbestehen des Unternehmens und trug nach dem Zweiten Weltkrieg durch ihre guten Beziehungen zu den US-amerikanischen Streitkräften entscheidend dazu bei, dass sowohl die Versorgung der Bevölkerung als auch der Betrieb selbst reibungslos funktionierten.


Expansion und Weitergabe.

Nach dem Ableben von Rudolf Holzermayr übernahm Ehefrau Lisa Holzermayr  im Wittwenfortbetrieb den Alten Mark 7 und den Süßwaren-Großhandel. Im Jahr 1967 erfolgte eine Neugründung durch Felix Holzermayr mit einem eigenständigen Zuckerwaren-Grosshandel in der Kaigasse 10. Sohn Felix Holzermayr belieferte  nun Fachgeschäfte, Konditoreien und Händler in Stadt und Land Salzburg, im Pinzgau und im Salzkammergut – allen voran mit dem Aushängeschild des Hauses: der Spezialität „Salzburger Mozartkugel“.


Die sechste Generation.

Heute wird das Unternehmen in sechster Generation von der Familie geführt. Nach Elisabeth Rossmann (geb. Holzermayr) übernahm ihre Tochter Gabriele Truschner-Rossmann die Geschäftsleitung und führt mit Sohn Alexander die über 160-jährige Confiserie-Tradition mit großer Sorgfalt fort.

Historische Aufnahme am Ludwig Viktorplatz in Salzburg mit Brunnen und umliegenden Gebäuden
Silbertablett mit echten Salzburger Mozartkugeln und Geschenkverpackungen auf blauem Stoff
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